Ringe, Torten, Tischdekoration, Accesoires, Bekleidung für Brautleute oder deren Kinder, Kosmetik, Musik und selbst eine schmucke Limousine - Ideen und Angebote für das schöne Fest im Leben hielt die dritte Hochzeitsmesse gestern auf dem Golchener Hof in allen Richtungen bereit. Und Jörg Klingohr mit seiner Frau Christine Gastgeber, freute sich über "mehr Zuspruch als erwartet". Etwa ein Fünftel der Besucher seinen Laufkundschaft, alle anderen hätten sich bereits für Golchen entschieden und wollten nun schon mal genauer vorfühlen, wie ihre Feier aussehen könnte. Julia und Christoph aus Wismar wollen hier im Juli heiraten. Sie hätten dazu erste Vorstellungen, schauten sich jetzt nach Ringen um, suchten Anregungen für die Dekoration und trafen ihre Vorauswahl bei den Torten. Die Verwandschaft sei groß und dementsprechend werde auch die Feier, erzählten die Beiden. "Wir bleiben unter 100 Gästen, aber weit davon entfernt davon wohl nicht", so die küntige Braut. Inge und Udo Esemann aus Schwerin begehen am 8. August ihre Diamante Hochzeit und feiern diese auf dem Golchener Hof. Es sollen gemütliche Stunden im kleinen Familienkreis werden, mit den drei kindern, Schwiegerkindern und den Enkeln, die in der Nähe wohnen; sonst wäre alles zu umfangreich. Wer das Alter der Beiden nicht kennt, nimmt ihnen aber kaum ab, dass schon das 60. Ehejubiläum ansteht, so rüstig und fidel wirken die 80-Jährigen. "Wir waren schon einige Male hier und finden den Hof schön urig und gemütlich", sagte Inge Esemann. Gestern erfolgten nun die ersten genaueren Absprachen für den August. "Das macht sich so persönlich einfach besser als am Telefon", meint der Ehemann.
Schon das dritte Mal präsentieren die Schwestern Anett und Anja Hünemörder von der gleichnamigen Bäckerei und Konditorei in Warnkenhagen, die in Neukloster eine von drei Filialen betreibt, ihre Hochzeitstorten, etwa 15 an der Zahl. Diese würden extra für solche Messen angefertigt, innen besteht sie aus Styropor "aber die Dekoratin ist echt", versichert Konditormeisterin Anja Hünemörder. Es sei "ganz schön, mit den Leuten direkt abzusprechen, was sie haben möchten", fügt die Schwester hinzu und zeigt sich mit der Resonanz in Golchen zufrieden. Vorlieben bei den Torten habe sie übrigens noch nicht ausmachen können. Manchmal sollen es mehrere Etagen sein, dann wieder flache Torten mit größerem Umfang und viel Deko. Das gehe "jedes Jahr querbeet". Nicht wenige Kunden kämen mit konkreten Vorstellungen, brächten gar Fotos mit, welche Blumen oder anderen Schmuckelelemente sie auf den Torten wünschen.
Seit 2006 finden auf dem Golchener Hof Hochzeitsfeiern statt, zwei Jahre später folgten die ersten Trauungen in der Festscheune. Um die 85 seien es bislang geworden. 35 waren es im Vorjahr, damit rechnet Jörg Klingohr, den meisten besser als Bauer Korl bekannt, auch 2012. Etwa zwei Drittel der Eheschließungen seien standesamtlich, die anderen frei, bei denen die große Zeremonie in der Festscheune erfolge. Manche Paare kämen direkt vom Standesamt ihres Heimatortes, bei anderen liege ein Jahr oder mehr dazwischen. "Die Hochzeitsrede halt ich natürlich als Jörg Klingohr, bei der abendlichen Feier bin ich dann, wenn gewünscht, "Bauer Korl", erzählt der Golchener schmunzelnd. Das gelte übrigens auch für silberne oder goldende Hochzeiten. Die Rede bei so einem Ehejubiläum sei ein richtig feierlicher Moment und komme bei den Gästen gut an. Kirchliche Trauungen seien künftig in der kleinen Hofkirche möglich, für die kürzlich der Grundstein gelegt wurde.
Quelle: Schweriner Volkszeitung







